Die klingonische Schrift

Die Klingonen und ihre Sprache

Ihr liebt Science Fiction, seid Fans von Star Trek oder wollt einfach mal spucken und fluchen? Dann ist Klingonisch genau das Richtige für euch!

1980 kommt Star Trek: Der Film in die deutschen Kinos. Er basiert auf der Serie Raumschiff Enterprise, in der es um eine Raumschiffbesatzung geht, die auf ihrer Reise durchs All auf fremde Welten und außerirdische Lebensformen trifft. Eine solche ist auch das stolze und angriffslustige Kriegervolk der Klingonen, die den Menschen äußerlich recht ähnlich sehen, bis auf ihre langgezogene gerippte Schädeldecke. Innerlich sind die Unterschiede schon größer, da sie ihre Organe gleich in mehrfacher Ausfertigung im Körper haben. Das macht sie aber auch widerstandsfähiger. Besonders wichtig ist ihnen, als Krieger, natürlich die Ehre.

Eine außerirdische Spezies spricht vermutlich nicht gerade Englisch, also erfindet der Schauspieler James Doohan für seinen Klingonen im ersten Star Trek Film einfach ein paar Wörter und Sätze. Damit diese zu seiner Rolle passen, versucht er möglichst fremdartig und aggressiv zu klingen. Für den dritten Film beschließt man allerdings, dass ein System dahinterstecken muss und man folglich eine richtige Sprache braucht. Daher wird 1984 der Sprachwissenschaftler Marc Okrand hinzugezogen. Okrand erarbeitet nicht nur einen klingonischen Wortschatz und eine Grammatik, sondern coacht auch die Klingonen-SchauspielerInnen und ist bei den Dreharbeiten vor Ort, damit die Aussprache einigermaßen stimmt.

Aufgrund der großen Beliebtheit seiner Kunstsprache hat der US-Amerikaner verschiedene Bücher geschrieben, zum Beispiel ein Klingonisch-Wörterbuch mit etwa 1.500 Vokabeln sowie „Klingon for the Galactic Traveler“. Mittlerweile hat sich die Anzahl der klingonischen Begriffe in etwa verdoppelt. Zum Vergleich: Die deutsche Sprache zählt je nach Definition 300.000 bis 500.000 Wörter. Hat man sich also erstmal an die Rachenlaute und die raue Aussprache gewöhnt, könnte man Klingonisch relativ schnell erlernen.

 

Hier ein kleiner Crashkurs

Schrift und Aussprache

Wie es sich für richtige Aliens gehört, haben die Klingonen auch eine eigene Schrift namens pIqaD. Diese ist im Titelbild dargestellt. Der Einfachheit halber verwendet man zur Schreibung des Klingonischen aber meist unsere lateinischen Buchstaben. Übrigens ist auch der Apostroph für die Klingonen ein Buchstabe. Er wird jedoch nicht wirklich gesprochen, sondern signalisiert eher eine Pause oder einen Übergang. Manche sagen, es ist wie ein Rülpser in oder nach einem Wort.

Zunächst müsst ihr als angehende Klingonen wissen, dass alles laut und mit Nachdruck geäußert wird. Wenn ihr dann noch ordentlich „ch“ „kch“ und „dsch“ macht, seid ihr auf dem richtigen Weg.

„Wenn man nicht spuckt beim Sprechen, hat man etwas falsch gemacht“, wird der Psychologe und Gründer des KLI, Dr. Lawrence Schoen, 2004 von der FAZ zitiert.

Die wichtigsten Buchstaben und ihre Aussprache findet ihr nachfolgend. Links steht der klingonische Buchstabe in unserer Schrift und rechts die deutsche Entsprechung.

q = k

Q = kch

j = dsch

y = j

v = w

ch = tsch

w = u

s = sch

gh = g

ng = ng (gesprochen wie in „eng“)

H = ch

tlh = wie wenn man „t“ und „l“ gleichzeitig spricht

Achtung: Mit der korrekten Aussprache von „H = ch“ und „Q = kch“ vermeidet ihr Missverständnisse. Zum Beispiel heißt taH „überleben“, aber taQ heißt „komisch“.

Weiter geht’s auf Seite 2.

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