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Von Emoticons bis Emojis

Punkt, Punkt, Komma, Strich – fertig ist die Kurznachricht!

Ein schräges Lächeln von der Seite strahlt uns inzwischen aus fast jeder Kurzmitteilung an, alternativ sind es bunte Minigrafiken, sogenannte Emojis, die uns darüber aufklären, ob etwas lustig gemeint ist, der Schreiber müde ist oder die Sonne scheint. Ein kleiner Überblick über die Kommunikation mit Strichgesichtern und Co.

„:-)“ – das ist die Antwort auf viele Fragen: Wie geht’s dir? Hast du heute Zeit? Willst du meine beste Freundin sein? Natürlich gibt es zahlreiche Varianten. Zwinkern, lachen, traurig blicken – mit den Emoticons erhalten Textnachrichten eine emotionale Note. Sie stellen keine Gesichter dar, wie oft vermutet wird, sondern drücken Stimmungen und Gefühle aus: Emoticon = Emotion + Icon. Emoticons setzen sich aus Schriftzeichen, das heißt aus Interpunktionszeichen und Buchstaben zusammen:

:-D – der laut lachende Smiley,
:-P – dieser streckt frech die Zunge heraus,
8-) – dann gibt es noch das Brille tragende, lachende Strichgesicht,
B-) – alternativ der Coole mit der Sonnenbrille.

Das Emoticon lächelt im Allgemeinen seitlich liegend, um 90 Grad gedreht: :-) oder (-: , mal mit Nasenstrich, mal ohne :). In Japan kommen die Emoticons dagegen aufrecht daher: (^_~). Den Japanern sind besonders die Augen wichtig, da sie aufgrund der zurückhaltenden Mimik, über den Blick in die Augen, die wahren Gefühle zu erkennen glauben. Die Augen als Spiegel der Seele.
Dann gibt es noch die Smileys und die Emojis. Allerdings wird hier die Unterscheidung schwammig. Emoticons werden genauso auch Smileys genannt und Smileys sind eigentlich auch Emojis.

Emoticons aus einer Ausgabe des Satiremagazins Puck vom 30. März 1881

Emoticons aus einer Ausgabe des Satiremagazins Puck vom 30. März 1881

Die ersten Zeichengesichter entstanden schon vor Jahrhunderten. Die Schriftsetzer verwendeten dazu ebenfalls Interpunktionszeichen und Buchstaben. Populär wurden sie mit dem Computerzeitalter. Der Informatiker Scott E. Fahlmann erfand die seitlich gestellten Zeichengesichter 1982, als man überlegte, wie man Scherze in Textnachrichten am Computer bestmöglich kennzeichnen kann, um Missverständnisse zu vermeiden.
Im Laufe der Zeit entwickelte sich eine richtiggehende Zeichen-Kunst, mit allem was die Tastatur hergibt.
Wer erkennt, was das ist?

@}-,-‚-,–

Eine (seitlich liegende) Rose natürlich!

Und es geht noch mehr: ein Osterhäschen nach ASCII-Art (American Standard Code for Information Interchange)

osterhase-sms-2b

Oder hier ein Güterzug:
Gueterzug

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