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Germanismen – Sprachexport aus Deutschland

Wir denken uns nicht viel dabei, wenn wir Wörter wie „Schadenfreude“, „Rucksack“ oder „Kuchen“ benutzen. Dabei würden diese Wörter ebenso Menschen aus den USA, Japan und Chile verstehen. Diese deutschen Wörter wurden in die Welt exportiert. Germanismen finden sich in zahlreichen Sprachen wieder, mehr oder weniger mit derselben Bedeutung wie im Deutschen.

Besonders bei unseren europäischen Nachbarn finden sich deutschstämmige Vokabeln. So heißt es in Südosteuropa auspuh, wenn der Auspuff am Auto gemeint ist oder es steht warsztat für die Werkstatt in Polen. Manchmal werden die übernommenen Wörter gleich mit einer anderen Bedeutung versehen. Wenn Dänen polterabend machen, meinen sie damit unseren Junggesellenabschied. Es gibt noch solche ungewöhnlichen Ausdrücke wie chic, das an die französische Modewelt denken lässt, aber vom deutschen „schick“ herrührt.

Im Verlauf der letzten zweihundert Jahre fanden sich immer mehr deutsche Begriffe auf der anderen Seite des Globus wieder. Besonders häufig trifft man beispielsweise in den USA auf deutsches Sprachgut. „Gesundheit“, „Schadenfreude“, „Kindergarten“ oder „Hamburger“ sind dort nicht ungewöhnlich, meist sogar Alltagssprache. In Japan tragen die Menschen einen ryukkusakku auf dem Rücken oder sagen zur Kurzarbeit arubaito oder baito.

Weltkarte verschiedene Germanismen

Deutsche Wörter haben sich über den ganzen Globus verteilt.

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